Mario Comensoli

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x x Mitteilungsblatt      2/2001 x
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x Inhaltsverzeichnis
  • Neapel, China, Comensoli
  • Burrinos Erbe
  • Wagnis
  • lllusioni
  • Ausstellungen in Mailand und Bologna
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x Neapel, China,Comensoli

Treffpunkt Povoletto

Vom 15. Dezember 2001 bis zum 6. Januar 2002 wird Mario Comensoli in Povoletto ausgestellt. Das ruft sofort zwei Fragen: wie es zu dieser Idee kam - und wo denn Povoletto liegt.

Friuli-Venezia Giulia

Der kleine Ort der kommenden Ausstellung befindet sich im Nordosten Italiens, nordöstlich von Venedig und wiederum nordöstlich von Udine, zehn Kilometer aus-serhalb dessen Zentrums. Die Region heisst Friuli-Venezia Giulia.

L'Impronta

Hinter der Ausstellung steht die kulturelle Vereinigung "L'Impronta", die letztes Jahr Neapel präsentierte und vor zwei Jahren Kunst aus China. Aktuell gilt das Interesse der Schweiz und den wechselseitigen Beziehungen mit der Region. Erinnert sei an die bis ins 12. Jahrhundert zurückreichenden Werke von Tessiner Architekten und das Mitte des 20. Jahrhunderts virulente Problem der Emigration.

 Vor diesem Hintergrund können Bilder von Mario Comensoli unter keinen Umständen fehlen. Aus seinem Schaffen werden im Salon des Vecchio Municipio zwölf Werke aus dem Besitz der Stiftung und drei aus Privatbesitz gezeigt.

Vernissage am Samstag, 15. Dezember, 18 Uhr,
im Vecchio Municipio, Povoletto/Udine

Ein Teil der Ausstellung ist dem Plastiker Ivo Soldini, Ligornetto/TI, gewidmet.

Kompetenz

Als fachlicher Berater wirkt der Kunsthistoriker Walter Schönenberger, von 1982 bis 1988 Direktor der städtischen Museen Lugano. Auf ihn geht die Initiative für die Einladung an die Stiftung zurück, mit Leihgaben die Ausstellung zu ermöglichen. Eine Delegation des Stiftungsrates mit Präsident Richard Brosi nimmt an der Eröffnung teil.

Belohnte Reise

Die Reise von der Schweiz nach Povoletto erweist sich als lang. Der Zielort ist erreichbar mit der Bahn über Milano Centrale, Venezia Mestre und Udine, was - je nach Verbindung - zwischen zehn und fünfzehn Stunden dauert. Mit dem Auto sollte die Fahrt unter zehn Stunden zu machen sein. Schneller, aber nicht unbedingt bequemer, ist der Flug über Mailand und Venedig.

Doch die Anstrengung wird belohnt: eine winterliche Kulturreise ins unbekanntere Italien hat ihren unvergesslichen Reiz.


Burrinos Erbe

Der italienische Gewerkschafter Romeo Burrino lernte in Zürich Mario Comensoli kennen und erwarb von ihm eine Reihe von Bildern und Zeichnungen. Mit dieser Sammlung lebt Burrinos Witwe in Udine. Die Werke aus den 70er Jahren ergänzen die Ausstellung in Povoletto und erlauben, Unbekanntes zu entdecken.


Wagnis

Unter dem Titel "Das Lachen der Männer" schrieb der "Bund" über die Ausstellung Mario Comensoli und Hans Obrecht im Kunstkeller Bern (2. bis 30. Juni 2001) u.a.: "Die beiden Künstler, die sich im Leben nicht gekannt haben, in einer Ausstellung zu vereinen, ist ein Wagnis, hat aber auch viel Faszinierendes an sich. (...) Beide bewahrten sich einen gewissen Humor, auch wenn es Schwarzer Humor war. Beide waren Realisten, die sich dem Leben stellten und es als Betrachter und Beobachter ergründeten. Ihr Realismus war also kein 'Abzeichnen', sondern ein Interpretieren des Gesehenen. (...) Deshalb passen ihre Werke sehr gut zueinander - sie sind im Kunstkeller auch nicht je für sich in einen Raum gehängt, sondern zu einer passenden Einheit gefügt worden." Das Konzept besorgte Peter Killer.


Illusioni

Für die gegenwärtig in unserer Galerie an der Pfalzgasse 2/4, Zürich, laufende Ausstellung "Illusioni" fand Renzo Balmelli in "Pagina" u.a. folgende Worte: ""L'uomo non può vivere senza illusioni. (...) Eppure la storia dell'umanità è un cumulo di speranze rubate. Non poteva quindi trovare titolo più azzeccato, il giornalista Mario Barino nell'allestire l'ultima, avvincente mostra di Mario Comensoli. (...) L'ha battezzata infatti 'Illusioni' e sembra l'antologia delle utopie e degli ideali di quella generazione che sognava di cambiare il mondo. (...) Agli ubriacanti colori dell'ottimismo, colori capaci di fare da gioioso controcanto alla realtà convenzionale, seguono i toni grigi e violacei con i quali - annota il curatore - l'artista si congeda definitivamente dall'allegria. Siamo all'inizio degli anni Novanta e Comensoli intuisce che la sagra delle illusioni è finita, travolta dal potere consumistico che mette in crisi il concetto stesso di cultura." Der Artikel schliesst mit "Da non perdere".


Ausstellungen in Mailand und Bologna

Wenn alles nach Plan läuft, dann wird im Oktober nächsten Jahres eine Retrospektive mit Werken Mario Comensolis in Mailand eröffnet, gefolgt von einer Ausstellung in Bologna.

Diese sehr erfreulichen Möglichkeiten verdanken wir einerseits der Fondazione Antonio Mazzotta, die in Italien mit resonanzkräftigen Ausstellungen eine hohe Reputation erwarb, und anderseits der Universität Bologna und der Ca' la Ghironda, die in Ponte Ronca di Zola Predosa, etwas ausserhalb Bolognas, über ein modernes Kunst- und Kulturzentrum verfügt. Die Homepage www.ghironda.it verdeutlicht das Gesagte.

Die Verbindungen zwischen unserer Stiftung und den italienischen Partnern stellte Pietro Bellasi her, Professor für Kultursoziologie an der Universität Bologna und u.a. Promotor der Giacometti-Ausstellung in Mailand. Wir dürfen von einem Glücksfall reden.

Nach ersten Vorgesprächen in Zürich, trafen sich Richard Brosi, Mario Barino und Alex Bänninger Ende Oktober mit Pietro Bellasi und Gabriele Mazzotta, Chef des auf Kunstpublikationen spezialisierten Verlagshauses und Präsident der Fondazione Antonio Mazzotta, in Mailand. In den nächsten Wochen geht es darum, Konzept und Budget im Detail zu erarbeiten. Die Realisierung der Projekte Mailand und Bologna erfordert an Zeit und Mitteln einen erheblichen Aufwand. Die Stiftung wird auf die finanzielle Unterstützung von kulturellen Institutionen und Sponsoren angewiesen sein.

Sowohl Pietro Bellasi als auch Gabriele Mazzotta, die Mario Comensolis Schaffen bisher nur flüchtig kannten, sind von ihm begeistert und vertreten die Überzeugung, dass seine prominente Präsenz in Italien einer Notwendigkeit entspricht. Die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches rückt näher.


Herausgegeben von der Comensoli-Stiftung - Redaktion Alex Bänninger
Abdruck erwünscht - mit Quellenangabe und der Bitte um ein Belegexemplar

Galerie: 8001 Zürich, Pfalzgasse 2/4, T und F 01 221 02 30
Oeffnungszeiten: Fr 14 - 18   Sa 11 - 16
Geschäftsstelle: 9507 Stettfurt, Haus zum Altwingerten, Oberdorf 19,
T 052 366 38 64   F 052 366 38 85

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