Mario Comensoli

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x x Mitteilungsblatt     1/2002 x
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x Inhaltsverzeichnis
  • Das neue Centro Comensoli im Steinfels-Areal
  • Präsenz der Schweiz mit Mario Comensoli in Mailand und Bologna
  • Präsident Richard Brosi zur Neuausrichtung der Stiftung
  • Sponsoren als Notwendigkeit
  • Werkkatalog in Vorbereitung
  • Rückblick auf sieben Jahre Galerie-Tätigkeit
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x Das neue Centro-Comensoli in Steinfels-Areal

Wir beziehen an der Heinrichstrasse 267, 8005 Zürich, das Centro Comensoli im Steinfels-Areal. Dort bietet sich Raum für einen Showroom, für das bis jetzt in Glattbrugg bei Gondrand domizilierte umfangreiche Bilderlager und für ein Büro. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Cinemax, der Schiffbau und zahlreiche Restaurants. Mit dem Tram bis Escher-Wyss-Platz, mit der S-Bahn bis Hardbrücke.

Unsere Tätigkeit richten wir stärker als bisher aus auf nationale und internationale Ausstellungen. Am 31. Oktober 2002 kommt eine grosse, bis zum 6. Januar 2003 dauernde Comensoli-Ausstellung in Milano, am 25. Januar 2003 - bis 16. März - eine solche in Bologna.

Die Galerie an der Pfalzgasse 2/4, 8001 Zürich, haben wir nach sieben Jahren und 22 Ausstellungen am 16. März geschlossen.

Das Centro Comensoli eröffnen wir offiziell am 18. April.

Zum Eröffnungsapéro lädt der Stiftungsrat herzlich ein:
Donnerstag, 18. April, ab 18 Uhr


Präsenz der Schweiz mit Mario Comensoli in Mailand und Bologna

Die Verantwortung für die beiden Ausstellungen tragen neben der Comensoli-
Stiftung ausgewiesene Institutionen und Personen, nämlich die Fondazione Antonio Mazzotta, Mailand, die Fondazione Francesco Martani mit dem Museo di Ca’ la Ghironda, Bologna, der Kunstsoziologe und Kurator Pietro Bellasi und die Kunsthistorikerin Silvia Evangelisti, beide lehren an der Universität Bologna. 

Vom 31. Oktober 2002 bis 6. Januar 2003, La Posteria, Milano, und vom
25. Januar bis 16. März 2003, Museo di Ca' la Ghironda, Bologna, Ponte
Ronca di Zola Predosa


Präsident Richard Brosi zur Neuausrichtung der Stiftung

"Der Wechsel von der Galerie Comensoli zum Centro Comensoli bedeutet wesentlich mehr als nur eine Adressänderung. Der Stiftungsrat hat sich entschieden, für die Zukunft neue Akzente zu setzen. Dieser Entschluss wird im Ortswechsel äus-serlich sichtbar.

Während sieben Jahren, vom Frühling 1995 bis zum Frühling 2002, haben wir an der Zürcher Pfalzgasse die Galerie geführt. Mit ihren zwanzig Ausstellungen und einer Reihe von Sonderveranstaltungen ist ihr gelungen, wozu uns die Stiftung verpflichtet: dem Werk Mario Comensolis das lebendige Bewusstsein zu sichern.

Aber dem Erfolg zum Trotz hat der Stiftungsrat die denkbare Gefahr gesehen, dass aus der Tradition des Galeriebetriebs eine Routine werden könnte. Ein Nachteil ist zudem immer deutlicher geworden, nämlich die örtliche Trennung von Ausstellungsraum und Lager. Im Centro besteht endlich die Möglichkeit, einen kleinen Showroom mit der Unterbringung des gesamten künstlerischen Nachlasses zu kombinieren. Der Weg von unseren Interessenten zu den Bildern und Zeichnungen Mario Comensolis wird kürzer und einfacher.

Ziel der Stiftung ist es, für das Werk Mario Comensolis neue Ausstellungsorte zu erschliessen. Nach Povoletto bei Udine im Herbst 2001, ergeben sich im kommenden Herbst und Winter mit Mailand und Bologna weitere einzigartige Chancen.

Der Stiftungsrat hat zudem beschlossen, mittelfristig einen Werkkatalog zu publizieren. Die Vorbereitungen sind im Januar begonnen worden.

Das Centro Comensoli signalisiert einen Aufbruch."

Richard Brosi, dipl. Arch. ETH/SIA in Chur, pflegte mit Mario Comensoli, dessen Arbeiten er früh zu sammeln begann, eine jahrzehntelange Freundschaft


Sponsoren als Notwendigkeit

Die beiden Ausstellungen in Mailand und Bologna sind mit beträchtlichen finanziellen Aufwendungen verbunden. Sie übersteigen die eigenen Möglichkeiten der Stiftung.

Deshalb braucht es das Verständnis und die Hilfe von kulturellen Organisationen, wirtschaftlichen Unternehmen und von Privaten. Jeder Beitrag ist notwendig und sehr willkommen.

Wir sind sicher, dass das Werk Mario Comensolis in Italien eine breite Resonanz auslöst. Unsere Partner teilen diese Überzeugung. Die kulturelle Schweiz zeigt sich von einer spannenden und interessanten Seite.

Wer geneigt ist, das Projekt Mailand und Bologna finanziell zu ermöglichen, erhält von der Geschäftsstelle unserer Stiftung die erforderlichen Angaben in detaillierter Form


Werkkatalog in Vorbereitung

Der Stiftungsrat hat sich entschlossen, mit den Vorbereitungen für einen umfassenden Werkkatalog zu beginnen. Er darf dabei auf die kompetente Unterstützung der beiden Kunsthistoriker Peter Killer und Markus Vock zählen.

Bis Ende dieses Jahres soll ein genauer Überblick über das sehr umfangreiche Werk Mario Comensolis möglich sein. Unsere Fachleute stützen sich auf Angaben aus dem Nachlass, auf Kataloge und Medienmeldungen. Natürlich ist nicht das gesamte Schaffen erfasst. Es bestehen Lücken. Darum sind wir auf Informationen von Sammlerinnen und Sammlern dringend angewiesen. Jeder Spur gehen wir nach. Eine besondere Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass Mario Comensoli seine Bilder häufig übermalte. Fotografien lassen oft die Frage unbeantwortet, ob das abgebildete Werk unverändert geblieben ist oder später eine Veränderung erfahren hat.

Im Voraus dankt die Geschäftsstelle für Hinweise auf den Besitz von Bildern


Rückblick auf sieben Jahre Galerie-Tätigkeit

Die Galerie an der Pfalzgasse 2/4 im Herzen der Zürcher Altstadt konnten wir am 6. April 1995 eröffnen. Die erste Ausstellung zeigte Bilder und Zeichnungen aus dem Privatbesitz von Mario und Hélène Comensoli. Weitere 21 Ausstellungen folgten:

"Cinema - 100 Jahre Kino", "Arbeiten auf Papier", "Bilder zur Passionszeit", "Wege der Jugend", "Die Kapelle der holden Widersprüche", "Das Pferd im Schaffen Comensolis", "Tanz - Der Körper im Rhythmus", "Verschämt - Unverschämt", "Epoca blu - Blaue Periode", "Disgena, Mario, disgena!", "Die letzten Jahre - Das Spätwerk Mario Comensolis", "L'uomo e la bicicletta - Objekt, Symbol, Metapher", "68 - Wendezeit", der Zyklus "Wahlverwandtschaften I: Mario Comensoli und Eugen Jordi", "Wahlverwandtschaften II:Mario Comensoli und Max Kämpf","Wahlverwandtschaften III:Mario Comensoli und Varlin","Wahlverwandtschaften IV: Mario Comensoli und Hans Obrecht" sowie "Modernità", "Es kamen Menschen" und "Illusioni".

Rahmenveranstaltungen wie Führungen, Lesungen, Diskussionen und Filme ergänzten die Ausstellungen. Die Besucherzahlen waren erfreulich, wiesen aber eine sinkende Tendenz auf. Insgesamt darf festgestellt werden, dass die Galerie entscheidend dazu beitrug, dem Schaffen Mario Comensolis die Präsenz zu sichern.

Galerie an der Pfalzgasse mit 22 Ausstellungen vom 6. April 1995 bis zum 16. März 2002


Herausgegeben vom Stiftungsrat der Comensoli-Stiftung
Redaktion Alex Bänninger, Haus zum Altwingerten, Oberdorf 19, 9507 Stettfurt, Telefon 052 366 38 64, Telefax 052 366 38 85, Homepage www.comensoli.ch

Abdruck mit Quellenangabe gestattet. Belegexemplar erbeten.


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